Schnelles WM-Aus für unsere Damenmannschaft
Als bekannt wurde, dass die Weltmeisterschaft des Frauenfußballs 2011 nach Deutschland kommen würde, war bei vielen die Hoffnung groß. War es doch noch möglich, das Sommermärchen von der Männerfußball Weltmeisterschaft zu erfüllen? Schließlich konnte das Team der Trainerin Silvia Neid schon seit Langem dauerhaft nur Erfolge verbuchen. So war in diesem Jahr die Hoffnung, die zuvor auf den Männern lag, auf die Frauen übertragen. Dies führte auch zu der größten Beliebtheit des Frauenfußballs, seit es ihn hier in Deutschland gibt. Bei den Endspielen waren alle Stadien ausverkauft, was bisher sehr ungewöhnlich für den Frauenfußball war. Sie sollten den Misserfolg der Männer wiedergutmachen. Leider kam es aber nicht wie erhofft.
Wie von der Männerfußball Weltmeisterschaft bekannt, wurden zuerst Gruppen ausgelost, in denen sich jeweils vier Mannschaften befanden, von denen jeweils die besten zwei in die zweite Runde der Weltmeisterschaft kamen. Hier wurde nach dem K.o.-System gespielt, das heißt, dass die Mannschaft, die verlor, aus den weiteren Spielen um die Weltmeisterschaft ausgeschlossen wurde. Die deutsche Mannschaft kam in die Gruppe A, in der sich außerdem Kanada, Frankreich und Nigeria befanden. In dieser Gruppe musste jede Mannschaft gegen jede andere Mannschaft spielen, wodurch am Schluss die besten beiden Gruppen der Mannschaft ermittelt wurden. In dieser Runde zeigte sich die deutsche Mannschaft sehr erfolgreich; als Erstes schlugen sie Kanada 2:1, später wurde Nigeria mit 1:0 besiegt und letztendlich verlor Frankreich 2:4 gegen die Deutschen. Deutschland konnte sich somit den Platz als Gruppensieger sichern, doch die Kritik an der eher schwachen Spielweise der Mannschaft wurde schon in dieser Runde laut. Besonders geriet Birgit Prinz in die Kritik, die ihren Platz als Spielführerin nicht behalten konnte.
Im Viertelfinale trat Deutschland dann guter Hoffnung doch auch nervös, gegen Japan an, die sich in den vorherigen Spielen als Geheimfavorit hervortun konnten. Die deutsche Mannschaft erkämpfte sich einige Torchancen, die leider in keinem Fall umgesetzt wurden. Darauf reagierte die japanische Mannschaft mit starkem Kontern, bis schließlich eine der vielen kleinen Lücken in der Verteidigung in der 108. Minute von Maruyama ausgenutzt und das entscheidende Tor geschossen wurde. Die deutschen Spielerinnen konnten sich in den letzten Minuten keine weitere Torchance mehr verschaffen, sodass das Spiel mit den jubelnden Japanerinnen endete. Enttäuschend war für die deutschen Spielerinnen vor allem, dass sie nicht einmal ihr, zugegebenermaßen hochgestecktes, Mindestziel – das Halbfinale – erreichen konnten. Viele Wettende, die auf Deutschland setzten, verloren ihr Geld und konnten nur noch auf ihre Zinsen auf Tagesgeld hoffen.